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Besuch aus St. Petersburg in der Tagesförderstätte Saseler Weg

Am 14.11.2018 wurde die Tagesförderstätte des Hamburger Lebenshilfe-Werks im Saseler Weg von drei Sozialpädagoginnen aus St. Petersburg besucht. Die Frauen arbeiten in unterschiedlichen Einrichtungen bei „Perspektiven e.V.“, einer Partnerschaft von gemeinnützigen Organisationen, die sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und Erwachsenen mit schweren Behinderungen einsetzen.

Zwei der Sozialpädagoginnen sind seit Anfang 2018 in einem Wohnhaus im Bezirk Priozersk des Leningrader Gebiets tätig, in dem Menschen mit komplexen Behinderungen gemeinsam mit ihren Familien aus St. Petersburg wohnen können. In dem Dorf soll nun auch eine Werkstatt entstehen, die Arbeitsplätze für die Dorfbewohner und für die Menschen mit Behinderung gemeinsam bereitstellt. Um die Arbeitsplätze entsprechend einrichten zu können, sind die Mitarbeiterinnen nach Hamburg gereist, um hier Anregungen zu sammeln. Die dritte Mitarbeiterin von „Perspektiven“ ist seit 2016 in St. Petersburg in einem Projekt tätig, in dem junge Menschen mit schweren Behinderungen von einer Psychoneurologischen Internatsschule in „Training Apartments“ leben und vier Monate lang auf ein begleitendes oder unabhängiges Leben vorbereitet werden. Auch sie ist auf der Suche nach guten und angemessenen Tätigkeitsangeboten.

Der Besuch in der Tagesstätte wurde ehrenamtlich von einer Dolmetscherin begleitet, die selber in Russland geboren ist. Die Begegnung war vom ersten Moment an sehr herzlich und die Überreichung des Gastgeschenkes, ein von Menschen mit Einschränkungen gefertigter Magnet und Cranberries im Zuckermantel, wurde von vielen freundlichen, russischen Worten begleitet. Es fand ein reger Informationsaustausch statt, sodass die Dolmetscherin viel zu tun hatte. Im Anschluss ging es auf einen Rundgang durch die Tagesstätte und in die unterschiedlichen Arbeitsbereiche. Glücklicherweise leistet hier gerade eine junge Frau ihren Freiwilligen Sozialen Dienst, die in der Ukraine geboren ist und Russisch spricht. So konnte die Besichtigung in zwei Gruppen erfolgen und viele Fragen beantwortet werden.

Von der Idee eine Kooperation zu dem „Netzwerk Arbeit Hamburger Tages(förder)stätten“ herzustellen waren die drei St. Petersburgerinnen sehr begeistert. Es wurden Adressen ausgetauscht und Kontaktpersonen benannt, um weiterhin im Austausch zu bleiben. Über einen Besuch in St. Petersburg würde sie sich sehr freuen, und unser Interesse haben die drei sehr sympathischen Frauen auf jeden Fall geweckt. Wir freuen uns schon jetzt, von den neuen Projekten zu hören und wünschen viel Spaß bei der Planung und Umsetzung.