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Elf „Stockenten“ aus dem Karl-Schütze-Heim bei der inklusiven Floorball-Schiedsrichter-Assistenten-Ausbildung

Dass sich im Karl-Schütze-Heim in Merkendorf eine aktive inklusive Floorball-Manschaft „Die Stockenten“ zusammengefunden hat, wurde hier schon berichtet. Nun haben 11 Menschen mit und ohne Behinderung aus dem Karl-Schütze-Heim gemeinsam an einer Ausbildung zum Floorball-Schiedsrichter-Assistenten teilgenommen, die der Hoisbütteler Sportverein veranstaltet. Darüber verfasste Christian Schirrmacher vom Hoisbütteler SV den folgenden Bericht:

Achtzehn Floorballbegeisterte aus Schleswig-Holstein und Hamburg trafen sich am Samstag, den 9. Februar 2019, in der modernen Dreifeldsporthalle in Hoisbüttel / Ammersbek. Alle wollten mehr wissen über ihren Sport. Auch wenn einige schon jahrelang Floorball spielen und den 23 Gramm schweren, gelochten Plastikball geschickt in das gegnerische Tor schießen, gibt es immer wieder Fragen zu den Spielregeln.

Mit Michael Volling konnte ein sehr kompetenter Schiedsrichterlehrer für die Fortbildung gefunden werden. Er bildet im Floorballverband Deutschland Schiedsrichter aus. Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung zwischen Special Olympics Deutschland und dem Floorballverband Deutschland wurde eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Es lag also nahe, dass auch Schiedsrichter und Schiedsrichterassistenten für Special Olympics ausgebildet werden.

Der Hoisbütteler Sportverein ist Mitglied von Special Olympics und lud junge und ältere Floorballspieler, aber auch Sportler und Sportlerinnen mit und ohne Behinderung zum Lehrgang ein. Denn unter Inklusion versteht man das gemeinsame Sporttreiben, aber auch das gemeinsame Erlernen von Spielregeln. Zu den Ausbildungsinhalten gehörte das fachgerechte Aufbauen einer Floorballbande, das korrekte Aufkleben der Bodenmarkierungen, die Floorballregeln und die Schiedsrichterhandzeichen.

Jeder Teilnehmer wurde mit seiner Signalpfeife ausgerüstet, und ohrenbetäubender Lärm entstand, als alle gleichzeitig die verschiedenen Signaltöne ausprobierten. Anschließend pfiffen die Teilnehmer ihre ersten Spiele. Zwei Mannschaften spielten und je zwei Schiedsrichter regelten den Spielbetrieb pro Spielsequenz.

„Es ist ganz schön schwierig, alle Regeln im Kopf zu haben und dann gleich zu pfeifen“, meinte die 47jährige Christine im Abschlussgespräch, aber ich muss ja nicht alleine pfeifen, und zu zweit schaffen wir es!“

Die Veranstaltung war für die Teilnehmer kostenfrei. Unterstützung kam von Special Olympics Schleswig-Holstein, dem Hoisbütteler SV und vor allem durch den am 1.2.2019 im Hamburger Rathaus verliehenen Anerkennungspreis des Werner-Otto-Preises, womit die vom Hoisbütteler Sportverein jahrelang geleistete Ausbildung von Menschen mit Behinderung für Aufgaben im Sportbereich gewürdigt wurde.