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Das Projekt "Neue Teilhabe-Chancen in Neustadt"

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Turnen oder Langstreckenlauf im Sportverein? Ein Besuch bei einem Konzert oder im Museum? Das Mitmachen in einer Bürgerinitiative oder die Teilnahme an Gottesdiensten? Menschen mit Behinderung sollen die Möglichkeit haben, sich in unterschiedlichen Bereichen unserer Gesellschaft zu bewegen, ihren Interessen zu folgen und anderen Menschen mit oder ohne Behinderung begegnen.

Das ist der Grundgedanke des Projektes „Neue Teilhabechancen in Neustadt“, zu dem sich drei Partner zusammengeschlossen haben:

Der Turn- und Sportverein Neustadt e.V.

Das zeiTTor-Museum der Stadt Neustadt in Holstein und

Das Hamburger Lebenshilfe-Werk mit seinem Wohnhaus in Neustadt und dem Karl-Schütze-Heim in Merkendorf.

 

Der TSV Neustadt ist Neustadts größter Sportverein und bietet eine breite Palette von Sportarten an. Er engagiert sich dafür, dass Menschen mit Behinderungen an diesen Aktivitäten teilnehmen und Kontakte mit anderen Vereinsmitgliedern (weiter-) entwickeln. Der Verein nutzt die Räumlichkeiten des Karl-Schütze-Heims (Schwimmbad, Halle, Fitnessraum) für seine Angebote mit.

Das zeiTTor-Museum präsentiert die Stadtgeschichte von Neustadt und die Vor- und Frühgeschichte der Region mit vielen museumspädagogischen Aktivitäten. Menschen mit Behinderungen sollen die Gelegenheit bekommen, das Museum zu erkunden, an Mitmach-Aktivitäten teilzunehmen und sich selbst in die Museumsarbeit einzubringen, z.B. als Ko-Stadtführer oder bei der Erarbeitung und Prüfung von Informationstexten in leichter Sprache.

Das Hamburger Lebenshilfe-Werk stellt den Treffpunkt in seinem neuen Wohnhaus in Neustadt als Veranstaltungsort für gemeinsame Aktivitäten der Projektpartner und von Menschen aus Neustadt mit und ohne Behinderung zur Verfügung.

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Neustadt / Holstein und die Kulturwerkstatt Forum e.V. von 1985 haben ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit erklärt.

Menschen Behinderung nehmen an der Planung der Aktivitäten des Projektes aktiv teil und bestimmen nach ihren Interessen selbst, wo die Schwerpunkte gesetzt werden sollen.

Von links: Dr. Frank Wilschewski, Leiter des Zeittor-Museums; Danny Bergmann, ein begeisterter Sportler aus dem Karl-Schütze-Heim; Oliver Scheplitz, Sport-Beauftragter des Hamburger Lebenshilfe-Werks in Ostholstein; Jens Karstens, Koordinator für Inklusion beim TSV Neustadt
  

Es geht los: Inklusives Boxen

Am Montag, den 06.05.19, war es soweit: Das erste inklusive Box-Training im Karl-Schütze-Heim fand statt.

Ein Box-Trainer und zwei Sportler vom TSV Neustadt waren nach Merkendorf gekommen. Sie gaben eine Schnupperstunde. Sie trainierten zusammen mit 5 Bewohnern und Betreuern aus dem Heim.

Wir übten den stabilen Stand und die richtige Deckung. Alle Beteiligten hatten viel Spaß und sind sich einig, sich weiter zum Training zu treffen!

Ring frei bis zur nächsten Runde!

  
 

Laufen hält fit und gesund - Sportler des Karl-Schütze-Heims bei der Laufgruppe LIONSRUNNER des TSV Neustadt

Wie laufbegeisterte Menschen aus dem Karl-Schütze-Heim an den Lauftrainigs des TSV Neustadt teilnehmen, haben eine Sportlerin und eine Trainerin der Gruppe aufgeschrieben. Hier ihr Bericht:

Laufen hält fit und gesund. Das weiß jeder. Auch die vier Sportler des Karl-Schütze-Heims aus Merkendorf. Seit über einem Jahr nehmen sie regelmäßig am Lauftraining der TSV-Laufgruppe LIONSRUNNER teil. Jeden Donnersrtag treffen sich die LIONSRUNNER zum gemeinsamen Laufen und werden seit 2 Jahren regelmäßig von den Trainerinnen Anne und Irina trainiert.

Zwei Mal im Monat kommen die vier sportlichen Mitbewohner des Karl-Schütze-Heims aus Merkendorf als Gast-Läufer dazu. Mit dabei ist auch Oliver als Betreuer und Trainer und der eine oder andere Kollege von Oliver als Betriebssportler. Besonders oft macht Olivers Frau Joke mit.

Gemeinsam wird auf dem Sportplatz am Gogenkrog in Neustadt fleißig trainiert. Am Anfang einer Trainingsstunde steht immer das Aufwärmen. Das ist wichtig, um sich während des Sports nicht zu verletzen. Zuerst werden zwei Runden ganz locker gelaufen. Danach werden gemeinsam verschiedene Übungen gemacht, wie zum Beispiel Kniebeugen oder Ausfallschritte. Schon beim Aufwärmen kommt jeder ordentlich ins Schwitzen.

Aber Oliver hat noch mehr tolle Trainingsideen und Tipps im Gepäck. Im Anschluss an das Aufwärmen üben sich die einen zum Beispiel im langsamen Dauerlauf, während die anderen beim Laufen kleine Übungen einbauen. Das kann zum Beispiel sein, dass nach jeder Runde ein großer Ball in die Luft geworfen und wieder aufgefangen werden muss. Manchmal muss man auch Slalom um Hütchen laufen oder über kleine Hindernisse hüpfen.

So richtig aus der Puste kommen alle beim Intervalltraining. Hierbei werden abwechselnd ganz schnelle und langsame Runde gelaufen. Oliver gibt dabei für jeden Läuder individuell verschiedene Geschwindigkeiten und Streckenlängen vor. Dadurch knn jeder so trainiren, wie sie oder er es schafft. Außerdem wird damit jeder Läufer und jede Läuferin nach seinen bz. ihren eigenen Leistugnen am besten gefördert.

So gut trainiert konnten in diesem Jahr zwei Bewohner des Karl-Schütze-Heims im Team mit einigen LIONSRUNNERS erfolgreich beim Europalauf in Neustadt teilnehmen. Das gemeinsame Trainig mit den Sportlern des Karl-Schütze-Heims ist eine tolle Bereicherung für alle und macht viel Spaß. Wir freuen uns daher auf weitere gemeinsame sportliche Jahre!

 

 

Ansprechpartnerin

Projektleiterin:
Frau Sylvia Kiunke

Telefon (vorläufig):
04561-5156-0

E-Mail (vorläufig)
ksh[at]amburger-lebenshilfe-werk.de

Adresse (vorläufig):
Projekt "Neue Teilhabechancen in Neustadt"
c/o Karl-Schütze-Heim
Grömitzer Straße 4
20539 Hamburg