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Wohnhaus Ausschläger Elbdeich: Wie man aus der Not einen guten Urlaub macht

Für die Menschen, die im Wohnhaus Ausschläger Elbdeich des Hamburger Lebenshilfe-Werks wohnen und arbeiten, kamen die schlechten Nachrichten Schlag auf Schlag. Wegen eines großen Durchfeuchtungsschadens war schon die Sanierung eines Sanitärbereichs geplant. Dann quoll eines Tages Wasser in Strömen aus den Decken im Erdgeschoss. Verstopfte Fallrohre, defekte Abflussrohre – eine große Sanierung des Leitungssystems für das stattliche alte Haus aus dem 19. Jahrhundert war unumgänglich – und zwar sofort. Für mindestens 14 Tage war ein Wohnen im Haus wegen Abbruchlärm, abgestelltem Wasser und gesperrten Sanitärbereichen undenkbar. Die 14 Bewohnerinnen und Bewohner mussten raus. Aber wohin?

Das Team hatte sofort die Idee, aus der Not eine Tugend zu machen. Wieso nicht, seit langer Zeit mal wieder, gemeinsam in den Urlaub fahren? Aber wie bekommt man ein Ferienquartier für 14 Menschen plus BetreuerInnen kurzfristig und mitten in der Hauptsaison?

Wohnhaus-Leiterin Kordula Müller führt über hundert frustrierende Telefonate – und plötzlich ist doch ein Treffer dabei: Eine neue Kanu-Station an der Wakenitz zwischen Lübeck und Ratzeburg hat noch Platz. Am nächsten Montagmorgen steigen die Menschen aus dem Wohnhaus mit eilig gepackten Siebensachen in die Busse und fahren ab. Die Handwerker stehen bereit - auch das ist zurzeit alles andere als selbstverständlich! - und machen sich über die sanierungsbedürftigen Sanitärinstallationen her, dass es staubt und kracht.

Mehrere Bewohnerinnen und Bewohner des Karl-Schütze-Heims greifen zum Mikrophon, um die Gäste willkommen zu heißen - unter anderem Christine Strenger (hier mit Mikro) und Kirsten Hamburg.
 

Vier Schornsteinfeger überbringen eine Geldspende, für die sie unter allen Schornsteinfegern Ostholsteins gesammelt haben. Die Scheine sind zusammen mit kleinen Schornsteinfeger-Figuren kunstvoll in einem Glaskasten angeordnet. Vielen Dank!

   

Unter den Gästen sind auch Edda Rahlf (im Vordergrund), die Sprecherin des Beirats für Menschen mit Behinderung im Kreis Ostholstein, Alfred Grüter, der Leiter des Fachbereichs Soziales, Jugend, Bildung und Sport des Kreises Ostholstein, und Rainer Holtz, Bürgermeister der Gemeinde Schashagen.

   

Herr Grauert wirbt für die Mitarbeit im Förderverein des Karl-Schütze-Heims. Heimleiterin Michaedel Kersting hebt hervor: Ohne die großzügige Hilfe des Fördervereins könnten wir viele Gruppenreisen, Therapie- und Freizeitangebote sowie Sportprojekte gar nicht sicherstellen.
 

Jutta Seehase sorgt für die Musik - und weiß genau, was ihre Mitbewohnerinnen und Mitbewohner gerne hören.
 

Hacke-Spitze-Links-und-ran ... Wohnbereichsleiterin Clementine Spengler weiß, wie man Menschen mit und ohne Behinderung zum gemeinsamen Tanzen animiert.
 

Mitarbeiterin Ilka Hasse greift zum Saxofon - und spielt auch Lieder zum Gedenken an zwei Bewohner, die in den letzten Monaten verstorben sind.

 

Neustadts Bürgermeister Mirko Spieckermann unterstützt das Bauprojekt des Lebenshilfe-Werks in Neustadt - und plaudert mit Heimleiterin Michaela Kersting auch über die Arbeit des KarlSchütze-Heims in Merkendorf.

 

Und es gibt auch Informationen: Über das neue Wohnhaus in Neustadt, in das 21 Menschen aus dem Karl-Schütze-Heim bald umziehen werden, . . . 
 

. . . und über das Leben in der neu gebildeten Gruppe 6, in der Bewohnerinnen und Bewohner, die das können, inzwischen mehr Verantwortung übernommen haben und von den Mitarbeitenden - hier Frau Wölck und Frau Schwerdtner, flexiblere Unterstützung bekommen als früher.
 

Auch in diesem Jahr präsentiert die Freiwillige Feuerwehr eine Einsatzfahrzeug und ihre Ausstattung.
 

Viele Gelegenheiten für Gespräche zwischen BewohnerInnen, ihren Angehörigen und den Mitarbeitenden des Hauses.
 

Wiedersehen von Bewohnern und ehemaligen Mitarbeitenden des Hauses.
 

Und last not least: Torte !!!